Februar 06, 2013

Warum Kanada?

Wir sind nun endlich im Urlaub. Und damit es hier nicht langweilig wird, beantworte ich mal die Frage, wie ich nach Kanada kam. Nun versuche ich mal, mich kurz zu fassen:

Ich stamme aus Dresden. Im Juni 2005 hat mich meine Freundin überredet, zum Radeberger Brauereifest zu gehen.

Die Eltern meines Mannes sind auch aus dem Dresdner Raum. Sie sind Ende der 1950er nach Kanada ausgewandert. Er wurde in Kanada geboren. Im Juni 2005 ist er mit seinen Eltern nach Deutschland zu Familienbesuchen gekommen.

Zu besagten Brauereifest kam er auch mit seinen Eltern und den deutschen Verwandten. Später am Abend fand ein Konzert der Münchner Freiheit statt (hab ich das jetzt wirklich zugegeben?). Seine Truppe stand genau hinter uns. Man dreht sich ja gelegentlich auch mal rum und es kam wie es kommen musste: Kontaktaufnahme!


Danach haben wir uns noch zweimal getroffen und dann ging es für ihn zurück nach Kanada. Von da an tägliche Telefonate und viele emails. Im September bin ich dann für 10 Tage zu ihm gefahren.


Ich habe mich umgeschaut und immer noch nicht "Ja" zum Umzug gesagt. Ich wusste schon zu dem Zeitpunkt, es ist drr richtige Mann. Es ist nun wirklich ein großer Schritt. Man lässt so vieles zurück. Familie, Freunde, Gewohnheiten, die Sprache. Aber man gewinnt auch neues.

Einige Zeit später habe ich doch meine Arbeit gekündigt und einen Umzugscontainer gefüllt. Im Februar 2006 habe ich mich dann bei meinen Eltern und Freunden verabschiedet und ein neues Leben in Kanada begonnen. Auf den Container musste ich solange warten, bis ich meine Dauernde Aufenthaltsgenehmigung hatte. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten: als Arbeiter mit einer Arbeitsgenehmigung oder als Familienzusammenführung oder man wird gesponsort.
der Container 1,20m x 2,20m x 2,20m
Ich bin als "normaler" Urlauber eingereist. Das Visum gilt 6 Monate. Man kann es immer wieder für  6 Monate verlängern. Für die Aufenthaltsgenehmigung muss man geröntgt werden. Da ich (schnell) schwanger war, musste ich bis nach der Geburt von Big'O warten. Danach dauerte es ganze 13 Monate. Danach muss man aller 5 Jahre nachweisen, dass man alle Auflagen erfüllt.

Fazit: Das Leben hier ist angenehm. Die Menschen sind viel freundlicher. Wir leben in einer kleinen Stadt. Da ist einfach nicht viel los. Das ist das eine negative. Das andere ist der Winter. Zu lang. Zu kalt.

Wer Fragen hat, kann mir gern emailen. Adresse ist in der Sidebar.

Kommentare:

  1. Ooooooooooooooh, sooo toll, herzlichen Dank fürs Erzählen und die Fotos... hach, schmelz, ... ja, ja, wo die Liebe hinfällt!!!
    Da scheinst du aber alles richtig gemacht zu haben... die große Liebe darf man nicht ausschlagen!!!

    GGLG,
    Sabine

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  2. Was eine tolle Geschichte und die Fotos dazu, hach... <3
    Das mit dem zu langen Winter kann ich nachfühlen, mir geht er ja hier schon auf die Nerven.. LG

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  3. oh schön, dass du uns das erzählst, jetzt sind auch eine ??? in meinen kopf verschwunden :)
    ja der lange, kalte winter wär leider nix für mich... kanada im sommer aber sicher genial!
    glg andrea

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  4. eine schöne Geschichte. Das mit den langen Wintern wäre auch für mich schwer. Aber mit dem richtigen Mann an der Seite und zwei wundervollen Kindern - kann man es sich ja gemeinsam am Kamin kuschelig machen ;-)

    Liebe Grüße Jule

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  5. Liebe Heike,
    1000 Dank für Deine wunderschöne Geschichte- ich bin ganz gerührt, denn ich weiss,wie das so ungefähr für dich gewesen sein muss.
    Bei mir war es 2002, das Kennenernen und dann 2003 der Abschied von allem Geliebten...Familie, Freunde, Arbeit...
    Nur sind es bei mir "nur" reichlich 600 km.
    Nach Dresden komme ich auch meist maximal einmal im Jahr,wenn überhaupt. Schade, aber für den Richtigen habe ich es auch noch nicht bereut.
    Drück Dich !
    Ganz liebe Grüße von der auch Ex Dresdnerin Annett

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  6. Das ist aber eine schöne Geschichte! Ich hab auch mal ein Jahr in Halifax, NS, verbracht. Der Winter war kalt und lang, aber ich hab da ganz viel gestrickt. Sehnsucht nach Canada hab ich immer noch und wenn der Kleine noch ein bisschen größer ist fahren wir alle zusammen hin um meine Freunde von damals zu besuchen. Darauf freu ich mich schon.
    Genieß das Leben!
    Liebe Grüße, Marie

    PS: Ich bin übrigens gestern durch Dresden gefahren ;)

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